Aus der „Schwäbischen Post“ vom 25. Juni 2007

15. Sonderausstellung: „Alte Bierkrüge aus Oberkochener Häuser“ - Eröffnung mit Gaumenkitzler

83 Exponate in Glas und Steingut

20 Leihgeber aus Oberkochen haben 83 Exponate für die Jubiläums-Sonderausstellung des Heimatvereins zur Verfügung gestellt. Eine Ausstellung mit besonders vielen Besuchern.

83 Bierkrüge beeindruckten die Gäste der Jubiläums-Sonderausstellung des Heimatvereins.

Bier zieht mehr als Puppen, könnte man sagen. Heimatverein-Vorsitzender Dietrich Bantel meinte: „Ein so volles Haus hatten wir schon lange nicht mehr.” Dass dann auch noch der „Bär” alias Martin Gold mit frisch gezapftem Gerstensaft in die Krug-Vernissage hereinplatzte, war wohltuend und erfrischend zugleich. Eine Eröffnung mit allen Sinnen.

Dietrich Bantel versäumte es nicht, auf Rudolf Heitele hinzuweisen, den Ideengeber der Sonderausstellungen. Am zweiten Vorsitzenden Karl Elmer lag es dann, die Bierkrüge mit Inhalt und Vergangenheit zu füllen. Was der Mediziner zum Thema „Bier und Bierkrug-Geschichte” beisteuerte, war des Hörens wert und „süffig vorgetragen.” Fach-Anleihe hatte er sich bei dem Bierkrug-Insider Wulf Kuhn aus Aalen geholt.

83 Bierkrüge, jeder mit eigener Geschichte, sauber präsentiert in Vitrinen und pointiert beschrieben. Reservistenkrüge, Krüge aus der Jugendstil-Zeit, Krüge zu besonderen Anlässen, bemalt, mit Figuren versehen. Produkte aus industrieller Fertigung, gepaart mit handwerklichem Können und mit dem Charme vergangener Zeiten versehen. Eine breite Palette, die besonders die Männerherzen höher schlagen lässt. Immerhin gab es in Oberkochen dereinst sieben Braustätten, ein Dorf mit Biergeschichte, wie Karl Elmer berichtete. Der älteste Krug, ein so genannter Juxkrug, stammt aus dem Jahr 1793.

 
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