Aus der „Schwäbischen Post“ vom 8. Mai 2007

„Schlosseinweihung“ im Schillerhaus

Bantel: „Traum ist erfüllt“

Am Sonntag, 06. Mai 2007 war „Schlosseinweihung“ im Heimatmuseum. Dank des akribischen Einsatzes von Ausschussmitglied Hubert Winter kann der Heimatverein seinen Besuchern künftig ein Schloss für den Römerkeller-Schlüssel zeigen.

Hubert Winter (links) bei der Übergabe an den HVO-Vorsitzenden Dietrich Bantel.
In der Bildmitte Susi Bantel.

„Wir hatten in einer Ausstellung in Stuttgart einen Tisch entdeckt, an dem demonstriert wurde, wie ein römisches Sicherheitsschloss funktioniert. Als Schlüsselmodell diente ein Schlüssel, der unserem Oberkochener Römerkeller-Schlüssel ähnelte“, ging Heimatverein-Vorsitzender Dietrich Bantel auf die Vorgeschichte ein. Der Wunsch, ein solches Schloss für „unseren Schlüssel zu erwerben, ließ mich nicht mehr los“, so Bantel weiter. Weil aber eine vierstellige Summe dafür notwendig gewesen wäre, griff Hubert Winter die Idee zur Realisierung dieses Schlosses auf. Den vorhandenen Schlüssel des Römerkellers nahm er als Vorlage „für die ungefähre Form und Größe der Nachbildung.“

Ein langer Weg

Für Hubert Winter begann ein langer Weg - mit ins Boot nahm er seine früheren beruflichen Wirkungsstätten, die Berufsausbildung der Firma Zeiss und das IHK-Bildungszentrum in Aalen, das er früher leitete. Hubert Winter schilderte den akribischen Werdegang. Da die Größenverhältnisse der Teile auf den aus Stuttgart vorhandenen Fotos verzerrt dargestellt waren, erforderte dies eine intensive gedankliche Einarbeitung für die Konstruktion und Zeichnungserstellung. Die Montage und das Herstellen der Funktion wurden von Hubert Winter selbst in seiner Werkstatt ausgeführt. „Der Gesamtaufwand liegt bei rund 300 Stunden, mein Anteil bei etwa 100 Stunden”, so Winter bei der Übergabe im Museum.

Es funktioniert

„Es sieht sehr einfach aus und lässt nicht gleich erkennen, welche Besonderheiten es als Sicherheitsschloss auszeichnen“, so Hubert Winter. Der Schließvorgang wird nicht durch drehen des Schlüssels, sondern durch schieben ausgeführt. Die Schließung erfolgt nicht nach rechts wie sonst üblich, sondern mit der Bewegung nach links. Winters Wunsch: „Mit der Überlassung des Schlosses an den Heimatverein verbinde ich den Wunsch, dass möglichst viele Besucher unseres Museums den Schlüssel vom Römerkeller und das Schloss in Augenschein nehmen werden.“ Albert Seckler gab einen Exkurs zum Thema „Schlüssel” aus einem von ihm besuchten Seminar „Antike, Kunst und Technik.“ Der erste, überhaupt erhaltene Schlüssel sei einen halben Meter lang. Die Entwicklung kleinerer, in die Tasche passender Schlüssel habe Jahrhunderte gedauert. Zur originalen Nachbildung des Römerkeller-Schlüssels gratulierte er „dem Fachmann Hubert Winter aus den Reihen des Heimatvereins.“ Dietrich Bantel freute sich: „unser Römerkeller-Schlüssel-Schloss-Traum ist erfüllt.“

 
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