Der Heimatverein fordert Ausstellungsfläche

Der Heimatverein Oberkochen möchte in die Prioritätenliste der städtischen Finanzplanung aufgenommen werden

Der SchwäPo-Bericht über das Gebäude Aalener Straße 21 in Oberkochen, das die Stadt erworben und dem Heimatverein das Nutzungsrecht übertragen hatte, hat den Vorsitzenden des HVO Karl Elmer auf den Plan gebracht.

„Der Blick auf die Prioritätenliste der Stadt präsentiert Tabula rasa in Sachen Heimatverein, es scheint uns im Bedarf nicht mehr zu geben“, sagt Karl Elmer. Der Verein brauche nun endlich und dringend Räume, um seine Ausstellung zu erweitern. „Exponate und Ideen haben wir genügend“, spricht Elmer für seine Mannschaft.

Es gehe um Facetten der Ortsgeschichte, aber auch um Themen wie Migration und Zuwanderung und die Geschichte der Weltkriege. „Wir haben zwar ein Nutzungsrecht im Haus 21, aber wir können das Gebäude nicht nützen, weil es nicht museumstauglich ist“, beklagt Karl Elmer. So sei zum Beispiel die Raumhöhe nicht ausreichend, ganz zu schweigen von den vielen Stolperfallen.

Acht weitere Räume brauche der Heimatverein für seine Präsentionen. An einigen Orten seien die Exponate zwischengelagert, zum Beispiel in der Dreißentalschule. „Virtuell kann man sich nicht weiterentwickeln, wir müssen jetzt einfach grünes Licht bekommen, dass wir in Bälde dran sind“, unterstreicht Elmer die Interessen des Heimatvereins.

Im Ehrenvorsitzenden Dietrich Bantel hat er einen profunden Mitstreiter. „Es kann nicht sein, dass wir als Heimatverein immer zurückstecken sollen. Die Bedeutung für musealisch-historische Dinge werden nicht gewürdigt“, erklärt der Heimatforscher und „spiritus rector“ des Heimatvereins.

„Es gibt Handlungsbedarf“, so Elmer und Bantel unisono. Bis zum Sankt Nimmerleinstag könne man nicht warten. In Brandschutz, Fluchtwege und in punkto Barrierefreiheit müsse man ins Gebäude „Aalener Straße 21“ viel Geld stecken. Also Abriss? Die Vertreter des Heimatvereins würden dies ausdrücklich begrüßen. Nur müsse man dafür endlich wieder in den aktuellen, zumindest aber mittelfristigen Bedarf der Prioritätenliste.

Runde 450 000 Euro würden Abriss und Neubau die Stadt kosten, rechnet man beim Heimatverein vor. „Pläne, wie wir uns das Ganze vorstellen inklusive einer Raumverwendungsplanung sind längst in der Schublade“, erklärt Bantel. „Wir hoffen, dass wir nach der Klausurtagung des Gemeinderats auf der Prioritätenliste der mittelfristigen Finanzplanung der Stadt wieder vertreten sind“, so Heimatverein-Vorsitzender Karl Elmer abschließend.

Lothar Schell, Schwäbische Post

 

 
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