19. Sonderausstellung des Heimatvereins: „Alte Fernsprecher aus Oberkochener Häusern“
Fast 50 Leihgaben hat der Heimatverein für die 19. Auflage seiner traditionellen Sonderausstellungen zum Stadtfest erhalten. Ohne die Sammlerleidenschaft von Günter Kempf aus der Aalener Straße wäre die Telefonschau allerdings zur Mini-Ausstellung mutiert.
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| Alte Fernsprecher aus Oberkochen sind jetzt im Heimatmuseum zu bestaunen. (Foto: ls) |
„Es ist gut, dass es einen Günter Kempf gibt“, sagte dann auch der erste Vorsitzende des Heimatvereins Karl Elmer bei der Ausstellungseröffnung im Heimatmuseum. Man habe sich die Vorbereitung der Sonderausstellung einfacher vorgestellt. In der Tat stammen über zwei Drittel der wunderschönen Fernsprecher aus der Sammlung von Günter Kempf, der zusammen mit seiner Gattin Josefine – wie er dieser Zeitung mitteilte – noch viele andere Exponate von anno dazumal hegt und pflegt. Elmer dankte aber auch den übrigen Leihgebern für die Verbundenheit in Sachen telefonischer Lokalkolorit.
Den ersten Telefonanschluss in Oberkochen hat es am 28. Januar 1902 in Oberkochen gegeben, weiß der Ehrenvorsitzende des Heimatvereins Dietrich Bantel zu berichten. Gleich zwei Telefone aus diesem Jahr befinden sich in der Ausstellung. Gar alle Fernsprecher von Günter Kempf stammen aus der ehemaligen DDR. Ein besonderer Magnet in der Sonderausstellung ist ein so genanntes Klappenschranktelefon sowie ein in Mahagoniholz gehaltenes und über Ortsbatterie funktionierendes Wandtelefon.
Werner Glemser steuerte zur Ausstellung Information zur Geschichte der Fernsprecher bei. Ein bemerkenswert schweres Gerät mit einem Gewicht von dreieinhalb Kilogramm ist ein auf dem Flohmarkt erworbenes Feldtelefon der Bundeswehr aus dem Besitz von Elli und Viktor Stopar. Und Werner Riedel hat dem Heimatverein ein seltenes Gerät mit schwarzer Blechkarosserie aus dem frühen Dritten Reich zur Verfügung gestellt.
Die Sonderausstellung ist nun ein Jahr lang – bis zum nächsten Stadtfest – jeweils am ersten Sonntag eines Monats im Heimatmuseum beim „Tag der offenen Tür“ zu bewundern.
Bild und Text von Lothar Schell, Schwäbische Post