Römerkeller: Untersuchungen gehen weiter

40 Jahre Römerkeller in Oberkochen – Am Anfang stand eine außerschulische Aktion

Die Altvorderen werden sich daran erinnern, als im Oktober 1971 hiesige Gymnasiasten unter der örtlichen Leitung des damaligen Oberstudienrats Dietrich Bantel in einer freiwilligen Aktion unter Anleitung von Kreisarchivar Hildebrand sen. den Römerkeller ausgegraben haben. Der wurde von der Stadt Oberkochen konserviert.

Auch 40 Jahre nach seiner Entdeckung wird am
Oberkochener Römerkeller geforscht. Foto: ls

»Eine Oberkochener Historie mit dem Blick in die Zukunft«, umschreibt Dietrich Bantel die Geschichte um den Römerkeller. Für Bantel ist der quasi zu einem lebenslangen Begleiter und Steckenpferd geworden. Die Geschichte des Römerkellers fand im Oberkochener Heimatbuch ihren Niederschlag, im Heimatmuseum im Schillerhaus wie auch im Führer für Archäologische Denkmäler in Baden-Württemberg. Auch die Schwäbische Post hatte in den vergangenen Jahren immer wieder über den Römerkeller berichtet. Jüngst, als der Zahn der Zeit am Römerkeller genagt hat und dieser zudem durch unbekannte Täter beschädigt worden war.

Gesamtzusammenhang der Grabungsfunde bleibt unklar
Aber warum Blick in die Zukunft? Ausgerechnet im 40. Jahr seit der Entdeckung des Römerkellers fand nun eine geophysikalische Untersuchung durch das Landesdenkmalamt im näheren Umfeld des historischen Kleinods statt, deren Ergebnis die Entdeckung eines zu dem römischen Areal Weilfeld/Römerkeller gehörenden römischen Bads beim Römerkeller oberhalb des Erlenbachs war.

»Das Landesdenkmalamt plant weitere Untersuchungen, da es noch völlig offen ist, was ein irgendwann in der Zukunft festgestellter Gesamtzusammenhang in diesem Gebiet ist«, so Bantel gegenüber der Schwäbischen Post. Es scheine festzustehen, dass sich noch einiges an Römischem und anderem Archäologischem mit den vor vierzig Jahren ausgegrabenen Resten eines römischen Gebäudes im Weilfeld und seiner Umgebung finden lasse.

Heimatforscher Dietrich Bantel hofft auf technischen Fortschritt
Allerdings würden die Bestimmungen, die Grabungen fast nur noch in Notfällen zulassen, immer schärfer, räumt Bantel ein. Dabei gelte es auch zu bedenken, dass »sich die archäologischen Methoden in faszinierender Weise weiterentwickeln.«

So glaubt der Oberkochener Heimatforscher, dass mittelfristig die archäologische Gesamtsituation ums Weilfeld ohne einen einzigen Spatenstich sichtbar gemacht und zu Papier gebracht werden könne. Dass das Gebiet eine bedeutende historische Nahtstelle ist, liege auf der Hand. Immerhin liegt das Gesamtareal im unmittelbaren Hinterland des Limes, unweit der Straßenverbindung des römischen Heidenheim und des römischen Aalen.

Bild und Text von Lothar Schell, Schwäbische Post

 
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